Ein lebendiges Zentrum für sterbende Menschen

Sterben ist in der Öffentlichkeit ein unbeliebtes Thema. Für das Netzwerk Travebogen ist es aber das zentrale Thema. Es plant ein Begegnungszentrum, das als ambulantes Palliativzentrum und Tageshospiz dienen soll. Die ersten Entwürfe wurden am Donnerstag vorgestellt.



Der Bedarf ist groß. Im Jahr 2017 begleitete Travebogen im Raum Lübeck 522 Menschen. Im Schnitt wurden die schwerstkranken Patienten 32 Tage lang begleitet. Dafür soll es ein neues Begegnungszentrum in Lübeck geben. Studierende der Fachhochschule Lübeck haben Entwürfe erarbeitet und am Donnerstag vorgestellt. Zwei Vorschläge gefielen den Fachleuten besonders gut. Sie wurden mit jeweils 750 Euro prämiert.



Tobias Waag, Nico Nummsen und Thilo Arna Kraatz haben ein Begegnungszentrum "unter schützendem Mantel" entworfen, der soll aus Massivholz bestehen und ein lebendiges Lichtspiel im Inneren erzeugen. Neben Rückzugsräumen bietet ihr Modell viel Fläche für Treffpunkte und Kommunikation. Das steht auch bei Sabrina Ebener und Anton Brodmann im Mittelpunkt. Sie haben ein schlichteres Gebäude mit überdachten Innenhöfen vorgestellt.

Das Palliativnetzwerk Travebogen hat bereits ein Grundstück für das Projekt in Aussicht.

Sabrina Ebener und Anton Brodmann möchten einen Treffpunkt mit überdachten Innenhöfen schaffen. Fotos: RB

Sabrina Ebener und Anton Brodmann möchten einen Treffpunkt mit überdachten Innenhöfen schaffen. Fotos: RB