Gesetze und Verordnungen

1. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Gesetze:

§ 37 b SGB V

§132 d SGB V

Verordnungen:

Richtlinie zur Verordnung von SAPV

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Palliativmedizin.80.0.html

S 3 Leitlinie lang

S 3 Leitlinie kurz

Weitere Texte:

SAPV Glossar

Evaluation SAPV 2015

 2. Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV)

Informationen zur Einführung der AAPV

 

 

 

Fragen zur SAPV-Verordnung


Für welchen Patienten kann ich SAPV verordnen?“

  • Wenn eine nicht heilbare, progrediente Erkrankung in weit fortgeschrittenem Stadium mit begrenzter Lebenserwartung vorliegt, und
  • komplexe Beschwerden vorliegen, die anderweitig ambulant nicht ausreichend kontrollierbar sind, und
  • der Patient mit der Behandlung durch das SAPV-Team einverstanden ist.


„Warum ist das SAPV-Team erforderlich? Reichen nicht Hausarzt und Pflegedienst aus?

Wenn ein komplexes Symptomgeschehen vorliegt können Hausarzt und SAPV-Team gemeinsam den Patienten weiterbehandeln. Ziel ist es, dadurch die Lebensqualität des Patienten zu verbessern und die Situation trotz fortschreitender Erkrankung und nahendem Tod in gewohntem Umfeld erträglich zu gestalten.


„Wie unterscheiden sich die Behandlungskategorien?

Beratung:
Einmaliger Hausbesuch mit pflegerischer oder medizinischer Beratung zu einem Problem (z.B. Übelkeit) und Information an den Hausarzt.

Koordination:
Koordinierung des Betreuungsnetzes wie z.B. Hinzuziehen des Hospizdienstes.- Teilversorgung: Der Hausarzt überträgt eine umschriebene Leistung (z.B. Schmerztherapie) an das SAPV-Team. Der Hausarzt leitet weiter die Gesamtbetreuung und wird über Therapieänderungen vom SAPV-Team informiert. Das SAPV-Team wird im Teilbereich tätig, übernimmt auf Wunsch Verordnungen des Teilbereiches und bietet die 24-h-Hotline.

Vollversorgung:
Das SAPV-Team wird Hauptansprechpartner für Patient und Familie und begleitet mit palliativmedizinischer Kompetenz. Mittels 24-h-Hotline bietet das SAPV-Team telefonische Beratung und Besuchsdienst rund um die Uhr an. Das Team übernimmt auf Wunsch die Verordnungen zur Symptomkontrolle. Der Hausarzt kann weiter Patient und Familie begleiten und steht im Kontakt mit dem SAPV-Team.  Zur Grund- und Behandlungspflege kann weiter der vom Patienten gewählte Pflegedienst die Familie unterstützen.