Wir sind das Palliativnetz Travebogen                                                                                

Wir sind Ärzte, Pflegerinnen, Physiotherapeutinnen oder Sozialarbeiter. Wir arbeiten in Praxen, ambulanten Hospizdiensten oder stationären Einrichtungen, wir sind festangestellt oder helfen ehrenamtlich. Wir alle haben unsere Stärken, im Netz machen wir uns stärker. Für eine umfassende palliative Betreuung.

Wir begleiten schwerstkranke und sterbende Menschen bis zu ihrem Tod. Wir sind für sie da, wenn sie Angst oder Schmerzen haben – und zwar bei ihnen zu Hause, in der vertrauten Umgebung. Ihre Lebensqualität und Selbstbestimmung sind uns das Wichtigste.

Der Tod ist ein Teil des Lebens. Wir möchten dem Sterben seinen Platz im Alltag der Menschen zurückgeben, den es einst innehatte. Wir wissen, dass das Leben endlich ist. Jede und jeder wird eines Tages gehen müssen. Das akzeptieren wir ­– aber kein Mensch sollte alleine und einsam sterben müssen.

Aktive Sterbehilfe lehnen wir ab.

Wir begrüßen Sie herzlich –

 

Thomas Schell Stiftung
Thomas Schell
Geschäftsführer, Vorstandsvorsitzender Stiftung Travebogen
Carola Neugebohren, Leitende Koordinatorin
Carola Neugebohren
Bereichsleitung Ost, Süd, West 
Kerstin Mielke, Leitende Koordinatorin
Kerstin Mielke
Bereichsleitung Nord

 

     

  

Aktuelles

8. Hospiz- und Palliativwoche 2021 vom 02.10. - 23.10.21

             

Kochkurs, Stadtführung, Schreibcafé: Für die 8. Hospiz- und Palliativwoche, die vom 2. bis zum 23. Oktober stattfindet, hat das Lübecker Palliativnetz Travebogen gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Hospiz -und Palliativarbeit in der Region wieder ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Insgesamt werden 19 Veranstaltungen in Lübeck angeboten. Die Aktionswoche soll den Tod enttabuisieren und ihn ins Leben, in die Mitte der Gesellschaft, zurückholen. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr Stadtpräsident Klaus Puschaddel übernommen.

"In den vergangenen Monaten wurden wir alle durch die Corona-Pandemie damit konfrontiert, wie dicht das Leben und der Tod beieinander sein können", sagt Puschaddel. Da der Tod aber zum Leben gehöre, sollte niemand Angst davor haben. Die Gewissheit zu haben, dass jemand in der Zeit des Sterbens da ist, um Ängste und Schmerzen zu nehmen, gebe Sicherheit. "Ich möchte mich ausdrücklich – auch im Namen der Bürgerschaft – für das Engagement aller haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedanken. Auch den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die die Palliativ- und Hospizarbeit finanziell unterstützen, gilt mein tiefempfundener Dank", betont Puschaddel.

Offizieller Start der diesjährigen Hospiz- und Palliativwoche ist der Auftakt-Gottesdienst in der Lübecker Marienkirche am 9. Oktober um 18 Uhr. Bereits am Nachmittag wird nur wenige Straßen weiter auf dem Drehbrückenplatz das Kunstprojekt "Before I die", ein interaktives öffentliches Kunstprojekt, das Menschen einlädt, ihre persönlichen Hoffnungen in einem öffentlichen Raum miteinander zu teilen, eröffnet. Den Schlusspunkt setzt eine hospizliche Stadtführung am 23. Oktober, denn bereits im Mittelalter waren die Versorgung und Betreuung von älteren, kranken und sterbenden Menschen den Lübecker Stadtvätern ein großes Anliegen…

Dazwischen steht ein vielfältiges Programm, unter anderem mit einem Tag der offenen Tür im Hospiz Rickers-Kock-Haus (13. Oktober), einem Kochkurs für Witwer (15. Oktober), einem Makramee-Workshop (21. Oktober) und einer Trauerwanderung (23. Oktober). Bereits vor dem Eröffnungsgottesdienst in St. Marien fand ein Fach-Symposium Palliativmedizin am UKSH (22. September) statt. Eine Sprechstunde zum Thema Palliativmedizin und Ethikkomitee an der Sana-Klinik gibt es bereits am 02.10.2021.

"Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit so vielen Partnern ein so vielseitiges Programm auf die Beine gestellt haben, dass unsere Hospiz- und Palliativwoche in diesem Bereich in Schleswig-Holstein eine führende Stellung eingenommen hat", sagt Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell.

Das komplette Programm gibt es im Internet unter www.palliativwoche.de

 Übersichtsprogramm Wochenblatt 139 120

 

 

Ausbau der Hospizarbeit und Palliativversorgung im Koalitionsvertrag verankern

  hpv pressemeldung logo                                                                                                                                                                                                                                                                                                                              

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) fordert, die Bedürfnisse vulnerabler Menschen im Koalitionsvertrag zu verankern. Für eine im Umgang mit hochaltrigen, schwerstkranken sowie suizidgefährdeten Menschen solidarische Gesellschaft müssen in der nächsten Legislaturperiode Hospizarbeit und Palliativversorgung sowie die Suizidprävention weiter ausgebaut werden.

Berlin, 27.09.2021. „Aller Voraussicht nach wird die Regierungsbildung jetzt einige Zeit in Anspruch nehmen. Im auszuhandelnden Koalitionsvertrag müssen dann aber die Bedürfnisse und Nöte von schwerstkranken und sterbenden sowie suizidgefährdeten Menschen dringend berücksichtigt werden“, so Professor Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV.

Neben der Stärkung der Hospizarbeit und Palliativversorgung z.B. durch den Ausbau in strukturschwachen Gebieten und die Förderung des hospizlichen Ehrenamts braucht es auch eine Verbesserung der pflegerischen Versorgung. Angebote müssen dabei nicht nur vorhanden, sondern auch bekannt sein, d.h. es bedarf Informationskampagnen, die über hospizliche und palliative Möglichkeiten aufklären. Und nicht zuletzt muss alles dafür getan werden, dass Suizidbeihilfe nicht zur gesellschaftlichen Normalität wird. Darum muss die Suizidprävention ausgebaut werden und es darf keine Verpflichtung für Einrichtungen der Hospizarbeit und Palliativversorgung geben, Suizidbeihilfe durchführen oder auch nur dulden zu müssen. 

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Arzt m/w/d in Kaltenkirchen, Bad Segeberg und Bad Oldesloe gesucht

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Zur Mitarbeit in unseren palliative Care Teams suchen wir in Voll- oder Teilzeit,

zur Festanstellung oder Kooperation bzw. freiberuflicher Tätigkeit einen Arzt m/w/d

in unserer Versorgungsregionen Kaltenkirchen, Bad Segeberg und Bad Oldesloe

 

Wir bieten Ihnen: 

• Vergütung und Urlaub/Freistellung in Anlehnung an TV-Ärzte/VKA

• Verschiedene Arbeitszeitmodelle zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

• Kostenfreie Fort- und Weiterbildungsangebote

• Einen Dienstwagen, auch zur privaten Nutzung möglich 

• Betriebliche Altersvorsorge

• Regelmäßige Teambesprechung, Supervision und Fortbildung

• Qualitätssicherung durch regelmäßige Fallbesprechungen 

• Eine interessante, abwechslungsreiche und sinnstiftende Tätigkeit

• Ein angenehmes und wertschätzendes Arbeitsklima

• Eine kollegiale Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team

 

Ihre Aufgabe bei uns:

• Behandlung und Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörige

• Enge Zusammenarbeit mit Hausärzten, Pflegediensten und weiteren sozialen Diensten

• Teilnahme am Bereitschaftsdienst sowie selbstständiges, eigenverantwortliches Arbeiten

 

Sie passen zu uns :

• Mit Facharztausbildung und Zusatzbezeichnung Palliativmedizin. (in unserer Akademie können Sie die notwendige Zusatzqualifikation auch erwerben)

• Von Vorteil wären Erfahrungen in der (ambulanten) Palliativversorgung

• Sie besitzen den Führerschein Klasse B

 

Wenn Sie eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe mit Perspektive suchen und mit einer positiven Einstellung an der Verwirklichung unserer Ziele mitarbeiten wollen, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Fragen am Lebensende - Ethikberatung hilft in Lübeck

federn auf dem wasser

 

Wenn schwerstkranke Patienten am Lebensende behandelt werden, stellen sich nicht selten schwierige Fragen:

  • Soll künstlich beatmet oder ernährt werden?
  • Ist ein Weiterleben noch zumutbar?
  • Was wäre der Wunsch des Patienten in der Situation gewesen?
  • Was sollen und dürfen wir tun?

Das sind Fälle, in denen das Ethikkomitee des Palliativnetz Travebogen helfen kann. Das Komitee trifft dabei keine Entscheidungen, sondern erarbeitet mit möglichst allen Beteiligten eine gemeinsame Empfehlung, die dem Patienten gerecht werden soll.

"Wir versuchen die Fragen, die aufkommen, mit möglichst vielen Versorgern, den betroffenen Kranken und ihren Angehörigen zu besprechen und wägen ab", sagt Komitee-Vorstandsmitglied Katrin Eilts-Köchling, die das inzwischen zehnköpfige Gremium im Jahr 2019 mitaufgebaut hat. Die Verantwortung verbleibt weiter bei den Handelnden, wird aber auf eine breitere Basis gestellt.

Das Ethikkomitee des Travebogen steht Patienten, Angehörigen, Pflegepersonen und Ärzten jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, um Handlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit mit allen Betroffenen eine ethische Fallbesprechung durchzuführen. "Wir möchten eine Unterstützung sein und gemeinsam nach tragbaren Wegen suchen", erklärt der Vorsitzende Sebastian Heinlein und ergänzt: "Nur weil eine Patientenverfügung vorliegt, bedeutet das nicht, dass automatisch Klarheit herrscht."

Hintergrund: Eine Patientenverfügung ist oftmals nicht auf die vorliegende Situation ausgelegt. "Und es ist immer ein Brief aus der Vergangenheit. Sie gilt nur, wenn jemand seinen aktuellen Willen nicht äußern kann", sagt Katrin Eilts-Köchling.

Das Thema Ethikberatung hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im Herbst soll in Schleswig-Holstein zusätzlich eine mobile Ethikberatung starten.

Telefonisch über die Beratungsambulanz Travebogen: 0451 160859 - 49

Oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!